Warum du als Scanner mit vielen Interessen & Talenten lieber deine Lebensaufgabe finden solltest statt einen Beruf!

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Kennst du deine Lebensaufgabe, Lebensmission, Berufung? Ganz ehrlich, ich dachte immer, „mit mir stimmt etwas nicht“ (siehe auch Über mich). Eine gute Freundin von mir zum Beispiel schrieb immer schon gerne Texte, auch als Kind. Und siehe da, sie wurde PR-Expertin. Ihr Mann mischte schon als Kind gerne verschiedene Sachen und Substanzen zusammen und trug den liebevollen Spitznamen „Giftmischer“. Und tatsächlich entschied er sich für eine Karriere als Apotheker.

Und ich? Ich schrieb ab und zu gerne mal Texte, dann wieder nicht. Ich begann Tennis zu spielen und Klavier und 2 Jahre später interessierte ich mich mehr für Radfahren und Astronomie. Und so weiter und so fort. Von Managerin bis zur Redakteurin, von Beraterin bis hin zu Trainerin und Coach… auch beruflich war ich ein Chamäleon. Und nach ein paar Jahren holte mich unbewusst eine gewisse Unzulänglichkeit ein, wenn ich mir so die zielstrebigen Ärzte oder Spitzensportler ansah, mit ihrem messerscharfen Fokus. Ich dachte mir „so wirst du es nie zu etwas bringen!“ Ich hatte den Glaubenssatz, „wer nicht dran bleibt, wird nie wirklich gut genug in einer Sache um erfolgreich zu werden“. Insgeheim beneidete ich meine Freunde, die so klare Talente hatten und diese auch umsetzten und erfolgreich waren.

Heute weiß ich, dass ich eine Scanner-Persönlichkeit bin, auch „Multipotentialite“ oder „multitalentiert“ genannt. Jemand mit vielen Talenten, großer Neugier und noch mehr Interessen. Wenn du noch nicht genau weißt, ob du auch zu dieser Gruppe gehörst, dann mach doch den Test, „Bist du ein Scannertalent“ oder sieh dir den TED Talk von Emilie Wapnick, „Why some of us don’t have one true calling“, an.

Es ist kein Geheimnis, dass unsere Gesellschaft die eisernen und wenig wankelmütigen Menschen momentan noch bevorzugt und auch unsere Bildung darauf ausgerichtet ist. Job Hopping oder Hochsensibilität wird auf dem Lenbeslauf nicht gern gesehen. Das heißt aber auch, dass wir als Gesellschaft das riesige Potential, die Flexibilität, den Wissensdurst, das Einfühlungsvermögen und die Neugierde der Scanner noch nicht ausgiebig nutzen. Und das klingt für mich wie ein großer Segen. Denn genau das – Problemlöser, Anders-Denker und Sensibilität – könnten der Schlüssel für die Herausforderungen der Zukunft sein. Wenn du ein Scanner oder Multipotentialite bist, dann ermutige ich dich neue Wege auszuprobieren und hier sind 5 Gründe warum du DEINE Lebensaufgabe finden solltest, statt nur einen „Beruf“:

1. Die Welt braucht dich, deine Ideen und deine Andersartigkeit

Von den anderen gibt es schon genug. Warum also unbedingt auch einer sein wollen? Die „anderen“ sind gut im erhalten, weiterführen und vielleicht sogar ein bisschen erneuern, was auf bereits getestetem Wege gut funktioniert. Sonst hätten wir z.B. keine Ärzte und würden medizinische Methoden nicht schrittweise verbessern. Aber kreativ und radikal anders denken kommt bei der routine Blinddarm-OP wahrscheinlich weniger gut an. Wenn du also nicht zu den Fans von jahrelangen Studien oder sich wiederholende Tätigkeiten gehörst, dann verzage nicht, und finde lieber DEINE Lebensaufgabe. Wenn die z.B. lautet, dass du anderen Menschen helfen willst oder die Welt verbessern möchtest, dann gibt es noch hunderte andere Wege, die dir vielleicht mehr entsprechen als Arzt.

Die gute Nachricht: du darfst stattdessen deine Neugierde und Forschungsdrang einsetzen und dir deinen Weg selber suchen und gestalten. Gratulation, du bist nämlich eine Pionierin und indem du den Status quo herausforderst setzt du dich für Fortschritt und Weiterentwicklung ein. Habe ruhig den Mut deinen Fokus von deinen surrealen sogenannten „Schwächen“ (und genau das und nicht mehr sind gesellschaftliche Normen, die nicht zu dir passen) abzuziehen und fange an deine Stärken bewusst einzusetzen. Allein dadurch leistest du schon einen riesen Beitrag, indem du aufhörst das Universum mit negativen Gedanken und Selbstzweifel zu „vergiften“.

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2. Eine Lebensaufgabe macht deinen wahren Erfolg, die Vielfalt und Freude sichtbar

Wer glaubt er muss sich für eine Sache entscheiden und dann von der Schule bis zur Rente das gleiche machen, der irrt sich. Nicht nur ist das in der heutigen Zeit unrealistisch, sondern du verurteilst dich mit diesem Denken auch selbst zum Scheitern. „Wieder nicht durchgezogen!“, „wieder nicht das EINE gefunden“. Befreie dich von dieser Denkweise und sehe dein Leben eher als Abfolge von verschiedenen Projekten und Interessen. Jedes davon bereichert dich, bringt dich weiter, lässt dich lernen und wachsen. Eine Lebensaufgabe ermöglicht dir den durchgehenden roten Faden, den übergeordneten Sinn in deinem Tun zu finden.

Meine erste Lebensaufgabe, die ich damals nach reichlicher Überlegung bewusst gewählt habe war, „ich möchte den Menschen zeigen, wie wunderschön die Welt ist“. Ich spürte so eine Lebendigkeit und so eine unbändige Freude am Leben, dass ich diese Freude weitergeben wollte. Daraus entwickelten sich verschiedenste Tätigkeiten, z.B. im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich und später im Aufbau und der Begleitung von innovativen Ideen und Startups, die etwas in der Welt bewegen wollten. Mein Motto war (und ist) „Be the change you want to see in the world.“

Dann dachte ich mir irgendwann, „wenn ich etwas bewegen will und den Leuten die Schönheit der Welt zeigen möchte, dann muss ich eigentlich mit den Menschen anfangen“ und die nächste Entwicklungsstufe ging in Richtung Führungskräfte-Training, Kommunikation und Coaching. Heute bin ich dieser Aufgabe nach wie vor treu und meine Talente und Wünsche dürfen sich über den Lauf der Zeit in unterschiedlichen Tätigkeiten manifestieren. Meine Lebensaufgabe lässt mich eben aber auch die Durchgängigkeit, den Erfolg und die Weiterentwicklung in meinem Leben erkennen und das fühlt sich einfach toll an und hilft mir nicht im Strudel der vielen Möglichkeiten und Selbstzweifel unterzugehen.

3. Eine Lebensaufgabe gibt dir Raum all deine Begabungen zu leben

Ich wusste früher einfach nicht, ob ich jetzt Journalistin sein wollte oder doch lieber Managerin, Verlegerin usw. Das verunsicherte mich total und ich fühlte mich als Versagerin, weil ich nichts von diesen Dingen dauerhaft weiter verfolgte. Nachdem ich wieder einmal total genervt und gelangweilt von meinem Job war, erkannte ich, dass ich viele meiner Interessen und Talente in meinem Job nicht an die Oberfläche durften und ich viel Energie damit verschwendete, diese Wünsche zu unterdrücken. Denn ich hatte ja noch den Glaubenssatz, dass ich „etwas Gescheites“ machen sollte oder um jeden Preis „dran bleiben“ müsste. Ich sah für mich keinen Weg meine vielen anderen Seiten zu entfalten und der Frust war Ausdruck nicht nur von Langeweile sondern eine Auflehnung der ungelebten Seiten.

Mein Unterbewusstsein wusste bereits, dass diese Einseitigkeit meinem wahren Wesen nicht entsprach. Irgendwann wurde mir klar, dass ich statt einem „Job“ für meine Lebensaufgabe eine andere Ausdrucksweise finden musste. Und diese andere Form kam für mich in Form meiner Selbständigkeit. Es sollte auch als Unternehmerin noch einige Jahre dauern bis ich aufhörte auf meinen Verstand zu hören, alle angelernten Konventionen über Board schmiss und endlich auf mein Herz hörte. Erst dann erlaubte ich mir ganz bewusst die Vielfalt meiner Begabungen zu leben. Heute schreibe ich einen Artikel, morgen arbeite, programmiere und bastel ich an der Webseite, übermorgen gehe ich netzwerken und knüpfe neue Kontakte, und nächste Woche halte ich Vorträge und Seminare oder schalte auch mal ganz bewusst ab und ziehe mich zurück um alles zu verarbeiten. Und das alles mache ich unter dem Dach meiner Lebensaufgabe.

4. Eine Lebensaufgabe verbindet dich mit deinem wahren Ich

Deine Lebensaufgabe zu finden ist eigentlich eine Reise ins Innerste. Erst dann erkennen wir, dass viele Jobs nur an der Oberfläche kratzen. Wer sich mit seinem Innersten beschäftigt und sich die Zeit nimmt herauszufinden was einem Freude bereitet und was er oder sie in die Welt bringen möchte, der trägt etwas sehr wertvolles für uns alle bei: er mindert Konflikte nicht nur in sich selbst, sondern auch im Außen. Frage dich nicht, „was möchte ich werden“ oder „welchen Beruf möchte ich ausüben“. Frage dich stattdessen: „Wenn Geld kein Thema wäre, was würde ich den ganzen Tag am liebsten tun?“, oder „Wenn du wüsstest, dass du nicht scheitern könntest, was würdest du angehen?“ oder „Warum bin ich hier? Was möchte ich in die Welt bringen?“. Dann lass die verrückten Ideen und Wünsche fließen, ohne sie zu bewerten und du kommst deinem Kern immer näher.

5. Mit einer Lebensaufgabe entfaltest du deine wahre Kraft

Wer sich ein größeres Motto, eine Mission oder Vision zum Ziel macht, findet eine Quelle für schier endlose Energie, Kraft und Ausdauer. Milde gesagt, wenn Kolumbus als „Beruf“ einfach nur Seefahrer oder Kapitän auf einem Schiff hätte sein wollen, hätte er bestimmt nie den Willen gefunden eine total verrückte Atlantiküberquerung zu machen. Er hatte größere Ziele vor Augen und erst diese Vision gab ihm die Umsetzungskraft zu planen, organisieren, die Mittel aufzutreiben und schließlich in See zu stechen.

Wenn du deine Lebensaufgabe findest, wird es sonnenklar für dich werden, warum du z.B. vielleicht dein Studium abgebrochen hast oder einen nicht erfüllenden Job an den Nagel gehängt hast. Wahrscheinlich kam deine Motivation aus der falschen Ecke und nicht aus deinem inneren Motor, deinem inneren GPS. Wenn dein Herz zu 100% für eine Sache schlägt, dann kannst du mit dieser Energie und Kraft auch unüberwindbar scheinende Hindernisse meistern. Wenn es nicht deinem wahren Wesen entspricht, steht diese Kraft nicht zur Verfügung und wir „lassen es oftmals lieber bleiben“.

Heute denke ich mir nur, „wer sagt eigentlich, dass ich nur mit einer Begabung (oder einer nach der anderen) erfolgreich sein kann?“. Heute akzeptiere ich mich in meiner „wandlungsfähigen“ Form, und habe mir durch mein Business selbst eine Nische geschaffen, in der ich viele meiner Talente gleichzeitig ausleben kann. Es ist wunderbar, viele Interessen zu haben und viele verschiedene Talente. Gesellschaftliche Erwartungen und Konventionen lasse ich dabei nicht über mein Glück oder meine Zufriedenheit entscheiden.

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2 Comments

  • Catherine

    Reply Reply 10. April 2016

    Danke liebe Melanie! <3 hat auch lange genug gedauert bei mir… unglaublich wie hartnäckig diese Glaubenssätze sind! Deine Facebook-Seite und die Idee dahinter finde ich übrigens super 🙂 hab ich sofort geliked!

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